Biohacking – Was ist das eigentlich?

Seit einiger Zeit hören wir plötzlich an jeder Ecke den Begriff Biohacking: Jeder, der etwas von sich und seinem Körper hält, betreibt Biohacking. Doch was genau bedeutet dieser Begriff eigentlich und was bewirkt dieses Biohacking?

 

Das Wort

Das Wort Biohacking setzt sich aus den beiden Wörtern Bio und Hacking zusammen. Bio kann man in diesem Zusammenhang mit Körper gleichsetzen und Hacking bedeutet das gleiche, wie man es auch aus der Welt der Computer kennt. Man hackt also sozusagen seinen eigenen Körper, sucht Schwachstellen und optimiert ihn.

 

Die Methoden

Seinen eigenen Körper hacken? Ist das nicht gefährlich? Und wie funktioniert das überhaupt? Biohacking lässt sich auf viele verschiedene Arten betreiben, die alle das Ziel verfolgen, sich selbst zu optimieren. Ziel ist es, dass Körper und Geist leistungsfähiger werden. Wichtig: Biohacker müssen ihren Körper genau kennen und verstehen, um ihn im richtigen Moment zu beeinflussen und so zu verbessern.

 

Ernährung

Eine der gängigsten Methoden im Biohacking ist beispielsweise die Ernährungsumstellung. Biohacker versuchen beispielsweise durch den Verzicht auf Fleisch oder durch aufwendige Diäten wie Keto oder Paleo, ihren Körper und Lifestyle zu optimieren. Auf Kohlenhydrate verzichten die meisten Biohacker weitestgehend, da diese die Leistung mindern, und ersetzen diese durch Fette. Ein gutes Beispiel ist hierbei auch der Bulletproof Coffee. Bekannt wurde diese besondere Art des morgendlichen Kaffees durch den amerikanischen Biohacker Dave Asprey. Für den Bulletproof Coffee wird hochwertiger Kaffee mit Butter oder MCT-Öl in einem Mixer schaumig geschlagen. Die Einnahme hält für einige Stunden satt und erhöht die Konzentrationsfähigkeit sowie die Ausdauerfähigkeit des Körpers.

 

Sport und Geist

Zum Biohacking gehören auch allgemeine Veränderungen im alltäglichen Leben. Dazu gehört beispielsweise digital detox, also der aktive Verzicht auf Smartphone, TV etc. Auch ein tiefenentspannter und erholsamer Schlaf ist essenziell für einen leistungsstarken Körper. Dabei kann eine Schlafmaske oder die Supplementierung des Schlafhormons Melatonin helfen. Viele Biohacker schwören auch auf die Wim-Hof-Methode, die aus kalten Duschen bzw. Eisbaden, bestimmten Atemmethoden und einem positiven Mindset besteht.

 

Natürlich ist auch Sport und Bewegung ein essenzieller Bestandteil im Biohacking, denn der beste Schlaf und die gesündeste Ernährung bringen nichts, wenn man den ganzen Tag im Sitzen verbringt und sich nicht bewegt. Die Ursache, warum Sport so gesund ist, liegt bei den Mitochondrien. Sie sind die Kraftwerke unserer Zellen und somit für unsere Energieversorgung verantwortlich, ohne die unser Körper nicht funktionieren könnte. Übrigens ist auch das Zelltraining mit Cellgym eine Form von Biohacking und hat eine ähnliche Wirkung auf den Körper wie ein Ausdauertraining. Wie genau Zelltraining mit IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training) funktioniert, können Sie hier nachlesen.

 

Manche Biohacker gehen sogar so weit, Experimente an sich selbst durchzuführen. Sie lassen sich Chips implantieren, tropfen sich chemische Substanzen in die Augen, um ihre Nachtsichtfähigkeit zu verbessern oder versuchen das Altern zu beeinflussen, indem sie sich Jungblut-Transfusionen geben lassen. Das sind jedoch Ausnahmefälle, welche keinesfalls ohne ärztliche Betreuung durchgeführt werden sollten.

 

 

Kann Biohacking schädlich sein?

Auch beim Biohacking gilt natürlich: Die Dosis macht das Gift. Zu viel Biohacking kann sich durchaus schädlich auf den Körper auswirken. Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, wenn Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, Sport treiben oder intermittierend Fasten. Vermischt man allerdings viele verschiedene Diäten oder überanstrengt man seinen Körper mit zu viel Sport, kann sich das negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.

 

 

Wie können Sie starten?

Um Biohacking auszuprobieren, sind keine teuren Gadgets oder riesige Lebensveränderungen notwendig. Sie können einfach damit starten, zum großen Teil unverarbeitete Lebensmittel zu sich zu nehmen und intermittierendes Fasten auszuprobieren, also bspw. nur in einem Zeitraum von 8 Stunden zu essen und die restlichen 16 Stunden zu fasten. Sie müssen auch nicht von heute auf morgen anfangen, jeden Tag stundenlang Sport zu treiben – es reicht schon, wenn Sie für den Anfang etwas mehr Bewegung in Ihren Alltag integrieren, also beispielsweise die Treppen statt den Aufzug nehmen und ab und zu einen Waldspaziergang machen. Die richtige Diät oder Sportart ist für jeden Menschen unterschiedlich, Sie sollten sich also langsam rantasten und ausprobieren, was sich für Sie gut anfühlt. Wichtig ist vor allem auch, dass Sie die Ergebnisse messen und festhalten, denn nur so sehen Sie auch wirklich Erfolge und können sich weiter steigern.

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