Nasenatmung – Wie bewusst atmen Sie?

Wie bewusst atmen Sie? Zu jedem Zeitpunkt unseres Lebens müssen wir ein- und ausatmen – ein Prozess, der ganz von allein geschieht. Trotzdem sollten wir uns unsere Atmung viel öfter bewusst machen, es gibt nämlich durchaus bessere und schlechtere Methoden zu atmen. Und eine gute bzw. schlechte Atmung hat großen Einfluss auf unser Wohlbefinden: so hilft uns beispielsweise eine bewusste Nasenatmung bei Entgiftungsprozessen und beim Erhalt unseres Energiehaushaltes.

 

 

 

Wieso wir durch die Nase atmen sollten

 

Eine Nasenatmung ist aus verschiedenen Gründen gesünder als eine Mundatmung:

 

Schutz und Reinigung der Außenluft

Auf der Schleimhaut in unserer Nase befinden sich zahlreiche kleine bewegliche Härchen, sogenannte Flimmerhärchen. Atmen wir Luft durch die Nase ein, so filtern diese Flimmerhärchen Fremdpartikel und Krankheitserreger aus der Luft, sodass die Luft gesäubert wird. Zudem produziert die Schleimhaut in unserer Nase bestimmte Eiweiße und Enzyme, welche als Schutzfunktion dienen.

 

Akklimatisierung und Befeuchtung der Außenluft

Beim Einatmen wird die Außenluft fast auf Körpertemperatur erwärmt und angefeuchtet. So erreicht die Luft eine Temperatur von über 30 Grad, wenn sie in der Lunge ankommt – sogar bei Minusgraden in der Außentemperatur. Umgekehrt wird die Luft bei sehr heißen Temperaturen abgekühlt.

 

Bessere Sauerstoffversorgung

Atmet man durch die Nase, so führt das zu einer 10 bis 15 Prozent höheren Sauerstoffsättigung im Blut, als wenn durch den Mund geatmet wird. Unser Blut wird dann mit mehr Sauerstoff angereichert und kann diesen in unsere Organe transportieren. Welchen Einfluss die Sauerstoffsättigung auf unsere Gesundheit hat, lesen Sie hier.

 

Was passiert, wenn wir durch den Mund atmen?

 

Im Gegensatz zur Nasenatmung gelangt der Sauerstoff bei der Mundatmung ungefiltert in unseren Körper, es werden also mehr Schadstoffe aufgenommen und Staub- und Schmutzpartikel gelangen in die Luftröhre und Lungen. Das ist schädlich für die Schleimhäute und kann langfristig auch Lungenerkrankungen verursachen.

 

Bei der Atmung durch den Mund wird weniger Sauerstoff aufgenommen als bei der Nasenatmung. Atmet man durch die Nase, so wird direkt in den Nebenhöhlen Stickstoffmonoxid gebildet und in die Lungen transportiert. Die Lungenbläschen können mehr Sauerstoff ins Blut aufnehmen, als wenn durch den Mund geatmet wird. Langfristig leidet vor allem auch unser Energielevel, wenn durch den Mund geatmet wird. Wie Sie Ihr Energielevel durch IHHT wieder steigern können, lesen Sie hier.

 

 

Können wir unsere Atmung verbessern?

 

Die gute Nachricht ist: Ja, können wir. Zuerst muss aber die Ursache für eine gestörte Nasenatmung festgestellt werden. Handelt es sich um eine akute Erkältung, die zu einer verstopften Nase führt, dann können Nasensprays und Nasenduschen helfen. Ist die Ursache anatomisch, wie beispielsweise eine schiefe Nasenscheidewand, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren und die Fehlbildung ggf. operativ beheben.

 

Wenn die Mundatmung nur eine schlechte Angewohnheit ist, können Sie Ihre Atmung durch eine ganz einfache Alltagsübung deutlich verbessern. Bereits 10 min täglich können ausreichen, um nur durch Atmung Ihr Energielevel signifikant zu steigern. Nehmen Sie sich am besten morgens die Zeit. Setzen Sie sich entspannt, aber aufrecht hin und atmen Sie bewusst durch die Nase ein und aus. Dabei sollten Sie in den Bauch atmen, sodass sich dieser leicht hebt und senkt. Bei der Ausatmung sollten Sie auf den Atemwendepunkt warten, also auf den Punkt, an dem Ihr Körper wieder einatmen will. Dann halten Sie die Luft an, zählen langsam bis drei und atmen Sie dann ruhig wieder ein. Sie werden sehen, dass Sie schnell Ergebnisse sehen: Sie werden ruhiger atmen, ganz von selbst durch die Nase atmen und sowohl körperlich als auch geistig leistungsfähiger werden.

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